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Lichtkörper Akademie
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GaiaNET
Verein für Lichtarbeit

 

Aufklärungsartikel bzw. Berichtigung der Beiträge zum Thema
"Die Vertrauenswürdigkeit von Reiki" in der Zeitschrift Wassermann-Zeitalter

 

Reiki:
Die Trennung von Spreu und Weizen

von Gerda E. Drescher

 

Es gibt inzwischen viele "Reiki-Wege" und Ansichten, die alle ihre Gültigkeit und Daseinsberechtigung haben. Es geht hier nicht darum, die von der Tradition abweichenden Wege und Ansichten zu verurteilen, sondern um klare Unterscheidung.

Es ist auch klar zu unterscheiden zwischen der Selbstheilmethode Reiki, die als USUI-System Natürlicher Heilung erlernbar ist und dem landläufigen Begriff der Geistheilung, welche gewöhnlich auf angeborener Heilfähigkeit beruht.  

In diesem Zusammenhang ist kurz auf die Schattenseiten des in der Heiler- und Reiki-Szene verbreiteten Altruismus einzugehen. Im Unterschied zur echten Selbstlosigkeit, die unbemerkt wirkt, beruht vorgezeigter Altruismus nicht auf einer Ego Transzendenz, sondern auf einer Veränderung des Wertesystems. Dabei verzichtet das Ego vordergründig auf materiellen Anspruch oder Ausgleich und tauscht ihn gegen einen Heiligenschein ein. Dies ist kein echtes Geben, sondern ein Geschäft. Das alte Verhaltensmuster hat sich nicht aufgelöst sondern ist in ein neues Gewand und auf eine andere Ebene geschlüpft. Tatsächliche Ego-Transzendenz dauert viele Jahre und bedingt Schattenintegration.

Dies ist nicht nur bei Reiki-Seminaren zu beachten sondern gilt auch für Behandlungen. Erfahrene Therapeuten und Heiler wissen, dass in ihrem Bereich der Altruismus besser draußen bleibt. Er verhindert den wichtigen eigenverantwortlichen Beitrag des Patienten und kann Schuldgefühle und Abhängigkeiten erzeugen.

Die Kernaussagen von Peter Gilgen zum Thema Reiki und Geld stehen in direktem Widerspruch zum traditionellen USUI-System Natürlicher Heilung. Gilgens Ausführungen, sowie seine Behauptung, die RVS stehe als Markenzeichen für exakte und seriöse Reiki-Ausbildungen nach den Inhalten des traditionellen USUI-Systems verwässern und entstellen diese Methode.

Hintergründe zur traditionellen Lehre:

Die traditionelle Lehre ist zwar durch den japanischen Zen-Buddhismus geprägt, jedoch an die moderne Welt angepasst. Sie gründet nach wie vor auf dem Lehrer-Schüler Verhältnis und wird ausschließlich mündlich unterrichtet.

Nicht das Ziel ist wesentlich, sondern der Weg. Der Schüler wird erst dann auf einen neuen Energielevel eingestimmt, wenn er das bisherige Energiepotential integriert hat. Die minimale Zeitspanne bei täglichem Praktizieren ist beim I. Grad auf drei Monate und beim II. Grad auf zwei Jahre und beim III. Grad auf drei Jahre angesetzt.

Die Form der traditionellen Lehre, das USUI-System Natürlicher Heilung, ist sehr ausgeklügelt. Jedes Ding darin hat seinen Sinn, so auch die Preise und die Aufteilung der Energiegrade.

Der Preis für den I. Grad ist nicht billig, aber erschwinglich angesetzt, so dass die Methode von jedem, der tatsächliches Interesse daran hat, erlernt werden kann (Breitenwirkung). Der II. Grad ist für jene gedacht, die den ersten Grad bereits voll ausgeschöpft haben und weitergehen möchten oder beispielsweise beruflich (therapeutisch) mit Reiki arbeiten (Tiefenwirkung). Der III. Grad, auch Meister- oder Lehrergrad genannt, ist nur für jene gedacht, die das Unterrichten und Weitervermitteln von Reiki als Lebensweg und Berufung betrachten.

Die traditionelle Aufteilung gewährleistet Breitenwirkung und Tiefenwirkung unter gleichzeitiger Wahrung der Qualität. Modifikationen, die einer stärkeren Verbreitung von Reiki dienen sollen, sind überflüssig und schaden der Sache. Es hat sich auch nicht bewährt, die traditionelle Aufteilung zu ändern. Die Erfahrung zeigt beispielsweise, daß die III. Grad-Energie nicht erschlossen oder aufrechterhalten werden kann, wenn man nicht unterrichtet.

Essenz und Form

Die Essenz oder der Inhalt der traditionellen Reiki-Lehre wird über die ganz bestimmte Form des USUI-Systems Natürlicher Heilung aufbewahrt und weitervermittelt. Seine Richtlinien sind ausgewogenen und gründen auf jahrzehntelanger Erfahrung. Usui selbst hat diese Form entwickelt und es steckt einiges mehr dahinter, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Ohne Einhaltung der traditionellen Ausbildungsweise kann die Reiki-Energie nur mit deutlichen Einbußen weitervermittelt werden. Die Missachtung der vorgeschriebenen Integrationszeiten, insbesondere für den III. Grad, hat dazu geführt, dass die Essenz von Reiki vielerorts verloren gegangen ist und der technische Teil zur inhaltslosen Hülse (Spreu) verkümmerte. Diese Spreu verbreitet sich zwar leicht, kann sich aber nicht vermehren, weil ihr der Kern, die Essenz der Sache, fehlt.

Essenz und Form stehen hier in enger Korrelation. Wird die Form verändert, wirkt sich das unweigerlich auf den Inhalt (die Essenz) aus. Wer die Form vorerst akzeptiert und innerhalb der Richtlinien den persönlichen Wachstums- und Reifeprozess vollständig durchläuft, kann ihre Essenz (die Reiki-Energie) ganz integrieren und das nötige Verständnis für den Umgang damit erlangen.

Es ist kennzeichnend, dass der aktuelle Ausverkauf von Reiki von Lehrern eingeleitet und weitervermittelt wurde und wird, die durch eine vermeintliche Abkürzung ihres Integrationsprozesses dieses ganzheitliche Verständnis nicht erlangt haben.

Preis und Qualität

Die traditionellen Ausbildungsrichtlinien warnen seit jeher vor einer Billig-Vermittlung der Reiki-Energie. Die Behauptung, die Qualität von Reiki sei mit Sicherheit unabhängig vom Preis, ist purer Unsinn. Tatsache ist, dass Qualität in der materiellen Realität nicht oder zumindest nicht dauerhaft unabhängig vom Preis existieren kann. Dies gilt erst recht für unsichtbare "Dinge" wie Reiki. Wer diese Energie in guter Qualität in die Materie bringen will, muss erstens viele Jahre diszipliniert daran arbeiten und zweitens bei der Weitervermittlung auf einen Preis bestehen, der die Sache nicht bereits von vornherein entwertet.

Von den ersten Meistern, die zu Beginn der 80er Jahre, als Reiki nach Europa kam, die traditionelle Meister-Ausbildung durchlaufen und die Energie gemäss den Richtlinien integriert haben, kenne ich praktisch alle noch persönlich. Trotz dem Preiszerfall bietet niemand von ihnen Schnell- und Billigkurse an.

Das Gerücht, die traditionellen Preise seien eine Kartell-Verschwörung, kann ich persönlich entkräften. Als sich der Qualitätszerfall im Verband der Alliance einschlich, bin ich 1990 als eines der ersten Mitglieder aus dieser Organisation ausgetreten. Ich war und bin nicht an Preisvorgaben gebunden. Als sogenannt freie Reiki-Lehrerin (allerdings mit traditioneller Ausbildung) weichen meine Preise dennoch kaum merklich von den Richtlinien dieser Organisation ab.

Die Wurzeln der traditionellen Preise

Spirituelle Energie in die Materie hineinzutragen ist nur möglich unter Berücksichtigung der irdischen Gesetze und Gegebenheiten. Auch Usui machte diese Erfahrung. Sein System ist ein ganzheitliches System, welches im Gegensatz zu den Behauptungen von Herrn Gilgen auch die materielle Ebene über Geld von Anfang an klar und ganz bewusst miteinbezogen hat.

Usui hatte anfänglich kostenlos Bettler in den Slums geheilt. Nach einiger Zeit sah er sich jedoch mit deren Undank und Bequemlichkeit konfrontiert und entwickelte gerade aus dieser Erfahrung heraus das USUI-System Natürlicher Heilung! Bei diesem System ist es von Bedeutung, dass jeder, der Reiki lernen und integrieren will, seinen eigenen Beitrag in Form von Geld oder entsprechender Fronarbeit leistet.

Für den I. Energie-Grad verlangte Usui einen Wochenlohn, der II. Grad kostete ein Monatsgehalt und die Meisterausbildung ein Jahresgehalt!

Frau Takata, die nach Usui's Nachfolger Hayashi bis zu ihrem Tode Oberhaupt und Repräsentantin der Methode war und sie von Japan nach Amerika brachte, bezahlte 1936 einen Preis von 500 US $ für den II. Grad. Diesen Preis hatte sie selbst bis zu ihrem Tod 1980 (!) beibehalten. Er bedeutet nicht nur Geld, sondern Verzicht für eine bestimmte Sache.

Die Ursachen des Qualitätszerfalles

Der Kernaussage von Peter Gilgen, Reiki sei hauptsächlich durch die traditionell hoch angesetzten Preise für die höheren Grade in Verruf geraten, muss ich aus meiner 13-jährigen Erfahrung deutlich widersprechen. Solange die Einhaltung der traditionellen Ausbildungsrichtlinien für Reiki-Lehrer kontrollierbar waren, hatte Reiki einen sehr guten Ruf. Von diesem Ruf lebt Reiki heute noch, auch wenn es ihm in vielen Fällen nicht mehr gerecht wird.

1988 entschied sich Phyllis Lei Furumoto, Enkelin von Frau Takata und derzeitiges Oberhaupt des USUI-Systems, das sogenannte Grossmeistertum, welches sie alleine berechtigte Meister auszubilden, zu öffnen. Dadurch konnten nun Meister ihre Schüler ebenfalls zu Meistern ausbilden. Die Weitergabe des Meistergrades war und ist jedoch an klare Bedingungen geknüpft. Verlangt wird u.a. nach der Ausbildung, bei fortwährendem Unterrichten der ersten beiden Energiegrade sowie täglichem Praktizieren, eine mindestens 3-jährige Erfahrungszeit. Bei nur gelegentlichem Unterrichten und Praktizieren, verlängert sich diese Integrationszeit entsprechend.

Wird das Integrationsminimum unterschritten, kann das Energiepotential nur mit entsprechenden Einbussen weitervermittelt werden. Hat man also einen oder gar mehrere Lehrer in seiner Linie, welche nur einen Teil der Energie integriert haben, bevor sie den III. Grad weitergaben, so kann eine solche Einstimmung teilweise oder abgesehen vom Placebo-Effekt, sogar völlig wertlos sein.

Das Nichteinhalten der Ausbildungsbedingungen hat zu einem mangelhaften Ausschöpfen der Energiegrade geführt. Dies schlug sich u.a. auch direkt in der Wertschätzung nieder und förderte den rapiden und massiven Qualitätszerfall des heute verbreiteten kommerziellen Billig-Reiki. Viele Meister vermitteln nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Energiepotentials.

Zusammen mit dem Placebo-Effekt, der durch die eigene Vorstellungs- oder Einbildungskraft durchaus auch einen heilsamen Energiefluss bewirken kann, ist dieses Vermitteln der leeren Technik (Spreu) zwar nicht wertlos, aber doch grundverschieden von der traditionellen Methode.

Die Integration der Reiki-Energie

Bei der Integration von Reiki geht es darum, die individualisierten Anteile der Lebensenergie (Ki) mit dem reinen, universalen allumfassenden Referenzanteil (Rei) zu harmonisieren. Rei ist auf der spirituellen Ebene sowie im Kern aller Ebenen stets vorhanden. In den dichteren Ebenen ist der Zugang zum Kern allerdings auf Grund von Ki-Dissonanzen erschwert oder gar verschüttet. Durch die Reiki-Einstimmungen, kann die Verbindung zu Rei bis in die Bereiche hinein wieder hergestellt werden, die der Lehrer bei sich durch Integration bereits harmonisiert hat. Das heißt nicht, dass die Dissonanzen des Schülers dadurch automatisch verschwinden. Es bedeutet lediglich, dass nun durch stetes Praktizieren von Reiki die Möglichkeit besteht, die eigenen Ki-Dissonanzen allmählich wieder mehr und mehr in Harmonie mit dem Referenzanteil Rei zu bringen. Man kann das mit dem Stimmen eines Instrumentes vergleichen, dessen Klänge durch stetes Üben in Harmonie mit dem unveränderlichen reinen Referenzton (Rei) gebracht werden.

Die Wichtigkeit der Einhaltung der Integrationszeiten, sowie die Konsequenzen bei Missachtung werden hier besonders deutlich. Ebenso wird klar, dass man für eine vollständige Integration bis hinein in die unteren Bereiche nicht um den Prozess der Schattenintegration herumkommt.

Die irrige Meinung, mit der Reiki-Einstimmung sei nun alles bereits vorhanden und getan, ist im kommerziellen Reiki weit verbreitet. Die Reiki-Einstimmungen oder Einweihungen sind jedoch lediglich eine Option, d.h., das übertragene Energiepotential kann erst nach entsprechender Wachstumsarbeit und Integrationszeit voll erschlossen, erfahren und erkannt werden. Versuche, diese Option für weniger Geld zu ermöglichen oder gar zu verschenken, haben sich nicht bewährt, sondern fast immer zu einem Mangel an Wertschätzung geführt und einen Qualitätszerfall bewirkt. Folgende Regel hat sich bestätigt:

Die Chancen das Energiepotential eines Reiki-Grades vollumfänglich zu integrieren hängen direkt vom persönlichen Einsatz für diese Energie-Option ab.

Es ist deshalb darauf zu achten, dass der Schüler oder Meisteranwärter seinen Einsatz möglichst vorab entweder durch Geld oder Fronarbeit leistet. Man kann das mit dem Kauf eines Tickets für eine lange Reise vergleichen. Wer vorab für die ganze Reise bezahlen muss, überlegt sich genau, ob er tatsächlich da hin will. Ist die Reise sehr lang und der Betrag entsprechend hoch, wird der Betreffende seinen Entscheid sehr sorgfältig abwägen. Die traditionellen Preise haben hier eine sehr sinnvolle Selektionsfunktion.

Der traditionelle Reiki-Meister-Weg

"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" heisst es im Volksmund treffend. Für den Reiki Meister-Grad sind Hingabe, volle Bereitschaft und bewusste Entscheidung Voraussetzung. Er ist nur für jene gedacht, die diesen Schritt als Lebensweg und Berufung verstehen. Ebenso wie bei einem handwerklichen Beruf geht dem traditionellen Meister eine mehrjährige Lehr- und Gesellenzeit voraus.

Nur wenige sind bereit, einen Weg zu gehen, der etwas kostet und obendrein noch Übung, Geduld und Anstrengung erfordert. Der traditionelle Weg zeichnet sich dadurch aus, dass er weder schnell noch billig, noch überhaupt "zu kaufen ist" und vom eigenen Lehrer und seinen Vorgängern konsequent beschritten wurde.

Gemäss den Bedingungen soll der Lehrer mit dem Anwärter für die Dauer von wenigstens einem Jahr in engerem Kontakt stehen, bevor er ihn in den III. Grad initiiert. Dadurch lernt er ihn und sein Umfeld besser kennen und kann die Ernsthaftigkeit seiner Bestrebung prüfen. Während dieser Zeit, organisiert der Anwärter u.a. auch Seminare oder Vorträge für seinen Lehrer. Dabei erarbeitet er sich nebenbei die nötige Demutshaltung und lernt echtes Geben: beides sind Voraussetzungen für den künftigen Beruf.

Ich selber hatte solch eine mehrjährige traditionelle Lehrzeit durchlaufen und möchte sie nicht missen. Durch das Organisieren und den regelmäßigen Kontakt mit meiner Lehrerin, die zu den Seminaren jeweils von Amerika nach Deutschland kam, hatte ich viel über Reiki und den Unterricht gelernt.

Meister-Fallen

Nach der III. Grad-Initiation erfolgt die mindestens 3-jährige Integrationszeit, in welcher der frische Meister den I. und II. Grad unterrichten darf und soll. Eine feste und klare Beziehung zu seinem Lehrer ist gerade auch während dieser Zeit unabdingbar und durch nichts zu ersetzen. Ohne Reflektionsmöglichkeit, ist der neue Meister erfahrungsgemäß nicht in der Lage, den dem Licht des III. Grades entsprechenden Schatten zu integrieren, denn sein Ego beginnt sich nun geschickt unter dem lichtvollen Deckmantel des Helfers, Weltenretters, des altruistischen Meisters oder Heilers zu tarnen.

Meine Erfahrung ist, dass durch die Auseinandersetzung mit Spiritualität, der Schatten zwar weniger offensichtlich wird, aber weiterhin anwächst, und zwar solange, bis er durch bewusste Wahrnehmung und Anstrengung im Laufe der Zeit mehr und mehr integriert wird.

Wenn nicht das achtsame Auge des Lehrers, die Integrationszeit begleitet, tappt der neue Meister in eine Falle und bleibt darin stecken. Es kann auch zu einer Ego-Inflation kommen. Man meint dann, man wisse bereits alles und brauche sich jetzt nichts mehr sagen zu lassen. Taucht ein solcher Konflikt auf, verlässt der junge Meister manchmal seinen Lehrer und bleibt in der Falle der Selbstgefälligkeit gefangen.

Eine weitere Herausforderung stellt sich dem jungen Meister dann, wenn er schliesslich selber autorisiert ist, Gesellen zu Meistern auszubilden. Die Versuchung durch Meistereinweihungen das Budget aufzupolieren ist gross und kann in Zeiten finanzieller Not für jeden zur Gratwanderung werden.

Viele warten gar nicht bis zur Autorisierung, sondern kürzen die Integrations- und Ausbildungszeit eigenmächtig ab. Die nichtautorisierte Weitervermittlung des Meistergrades ist die Hauptursache für die Verbreitung leerer Spreu. Sie lässt sich weder durch Versprechungen noch durch unterzeichnete Verträge, sondern allenfalls durch einen gesetzlichen Markenschutz (Lizenzentzug) wirksam unterbinden.

Aus meiner Erfahrung heraus empfehle ich ganz klar, Ausbildungen bei anderen Lehrern in weiteren ganzheitlichen Methoden nur zusätzlich und nicht an Stelle der eigentlichen Meisterausbildung zu machen; denn in der Regel kommen die größten Knackpunkte erst nach 3-5 Jahren und zwar in der Beziehung zum Lehrer ans Licht.

Der Reiki-Markt

Man muss sich bewusst sein, dass gerade das kommerzielle Reiki marktwirtschaftlichen Gesetzen unterworfen ist und sich die Anbieter einiges einfallen lassen, um ihr Produkt an den Konsumenten zu bringen.

Raffinierte Wölfe kommen bekanntlich im Schafspelz. Wo Reiki unter altruistischen Argumenten billig angeboten wird, ist Vorsicht genau so angebracht, wie dort, wo ohne fundierte Weitervermittlung unangemessen abkassiert wird. Manchmal basieren Billig- oder sogenannt "faire" Preise auf idealistisch-perfektionistischen Anschauungen von Menschen mit nicht geerdeter Spiritualität. Oder es steckt dahinter ein Mangelbewusstsein, das befürchtet, die Interessenten könnten den Kurs bei einem billigeren Lehrer machen.

Die Idee mit dem II. oder sogar III. Reiki-Grad in die Breite zu gehen, basiert aber nicht immer auf Unerfahrenheit oder Mangelbewusstsein. Manchmal steckt dahinter ganz einfach die Absicht, dem spirituell-esoterischen Publikum für wenig Geld eine weitere Trophäe anzubieten.

Es gibt heute viele, die sich, um Qualität vorzugeben, unrechtmäßig auf die Tradition bzw. das original USUI-System berufen und sich nicht scheuen mit ihren Inseraten den Leser zu täuschen.

Ein sich selber als Großmeister bezeichnender Reiki-Anbieter behauptet beispielsweise, dass er alle Grade original nach Dr. Mikao Usui unterrichtet. Tatsächlich aber hat er aus verschiedenen Reiki-Abwandlungen einen Mix zusammengestellt und verbreitet nun die Mär, Fußöffnungen und geheime Grossmeistergrade gehörten zum Original-Usui-System. Als mein Mann ihn anrief, um ihn nach der Herkunft seiner Lehre zu befragen, war der angebliche Großmeister jedoch nicht in der Lage seinen Ausbildungsweg und seine Vorgänger greifbar zu nennen. Seine Schüler konnte er offenbar mit einem vorgelegten Stammbaum überzeugen, dessen Mitglieder keine überprüfbare Identität aufweisen, weil von ihnen nur die spirituellen Namen bekannt sind.

Die Hauptverantwortung für den Qualitätszerfall von Reiki liegt sicherlich bei den Meistern. Doch auch die Schüler haben ihren Anteil daran. Der Markt spiegelt lediglich das Verhalten des Konsumenten. Beim spirituell-esoterisch orientierten Menschen ist oft eine gewisse Naivität feststellbar, welche einerseits auf eine erfreuliche Offenheit, andererseits auf das nicht Wahrhabenwollen des menschlichen Schattens zurückzuführen ist.

Trennung von Spreu und Weizen

Auch wenn sie sich darum bemühen, bieten Organisationen und Vereinigungen letztlich keine Gewähr für Qualität. Es gibt Vereinigungen und Heiler-Verbände, die gerade wegen ihrer Mitglieder notgedrungenermassen den wichtigen Aspekt der Integrationszeit nicht berücksichtigen können. Sie verfolgen hauptsächlich die Idee "Reiki" (bzw. das, was davon übrig geblieben ist) möglichst vielen Menschen möglichst billig zugänglich zu machen.

Was die Reiki-Alliance betrifft, sah sich die Organisation nach zunehmenden Austritten 1993 schließlich zur Standpunkt-Deklaration gezwungen und verlangt inzwischen von ihren Mitgliedern wieder die Einhaltung der traditionellen Richtlinien.

Letztlich kommt der Schüler nicht darum herum selber die Spreu vom Weizen zu trennen.

Wer am traditionellen USUI-System interessiert ist, dem empfehle ich, folgendes Vorgehen: Er soll persönlich prüfen, ob sein Lehrer diesen Weg tatsächlich auch selber vollumfänglich gegangen ist und die traditionellen Bedingungen alle erfüllt hat. Dabei soll er sich nicht scheuen, beharrlich den schriftlichen Nachweis der Ausbildung zu verlangen und sogar beim Lehrer des Meisters nachzufragen.

Ist ein Meister nicht in der Lage, überprüfbar und lückenlos seinen Ausbildungsgang, die Ausbildungskosten und die Lehrer zwischen ihm und Phyllis Lei Furumoto (bei Einhaltung der Integrationszeit können es höchstens zwei sein), zu benennen und auch schriftlich zu belegen, so ist er nicht den traditionellen Weg gegangen und sollte sich auch nicht auf die Tradition oder das Usui-System berufen.

Um Reiki, wie es Herr Gilgen ausdrückt von Schlacken zu befreien, schlage ich vor, dass jeder Reiki-Meister seinen eigenen Weg einmal kritisch betrachtet. Wer merkt, dass er einen schnellen, bequemen und billigen Weg gegangen ist, sollte sich die Frage stellen, ob das, was er dabei gefunden hat, es wert ist, mit anderen Menschen geteilt und verbreitet zu werden.

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