Indianersprachen
sind anders aufgebaut als die indogermanischen Sprachen. Sie kennen nur wenige Hauptwörter. "Tipi"
bedeutet z.B. "Man wohnt darin" oder statt "Boot"
sagen die Indianer "Man wirft es ins Wasser und es schwimmt".
Die Sprache der Indianer ist prozessorientiert dynamisch und weniger auf
Objekte bezogen, als unsere Sprache. Der Psychologe Erich Fromm hat
festgestellt, dass aus unserer Sprache Verben zunehmend verschwinden,
während es immer mehr Substantive gibt. Er bringt dies mit der
materialistisch orientierten Lebensweise unserer Zivilisation in Verbindung.
Frühe
Sprachforscher und Ethnologen haben vermerkt, dass die Indianer die Welt
völlig anders gesehen haben als wir. Sie lebten tatsächlich in einer
anderen Wirklichkeit, weil ihre Sprache völlig anders strukturiert ist.
Die linguistische Hintergrundstruktur ist anders. Kurz: Den indianischen
Sprachen liegt eine andere Weltauffassung zu Grunde - möglicherweise
sogar eine zutreffendere. Viele Indianersprachen sind bereits verloren
gegangen oder vom Aussterben bedroht, was sehr
bedauerlich ist.
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